Heckenpflege in Breil/Brigels

Im Rahmen des Vernetzungsprojekts Breil/Brigels luden Trifolium, das Amt für Umwelt GR und der Gemeindeförster zu einer Weiterbildungsveranstaltung zum Thema Heckenpflege in Breil/Briegels ein. Ziele des Kurses waren das Erlernen der fachgerechten Pflege von Hecken, Gebüschen und Waldrändern, das Aufbessern der Artenkenntnisse von Sträuchern und Bäumen und die Kenntnis der ökologische Bedeutung gut gepflegter Hecken.

Nach erfolgreichem Gemeinwerk

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Der grosse Schnee

aufgenommen am 8. Oktober 2011 in SchlansFoto Robert Kruker

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Surselva – Täler und Übergänge am Vorderrhein, Wandern im Westen Graubündens

Das Wanderbuch

Robert Kruker/Reto Solèr: Surselva, Täler und Übergänge am Vorderrhein, Wandern im Westen Graubündens

ist im Frühjahr 2011 im Rotpunktverlag in der 1. Auflage und 2014 in einer 2., ergänzten und verbesserten Auflage erschienen.

Surselva Besprechung _Südostschweiz_3_6_11

http://alpen.sac-cas.ch/de/archiv/2011/201109/ad_2011_09_16.pdf

Die Alpen SAC 9_2011

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Trockenmauerbau in der Surselva

Trockenmauerbau zwischen Frühjahr 2011 und 2014

Im April 2011 begannen Frauen und Männer aus der Gemeinde Sumvitg mit den Arbeiten zur Wiederherstellung und Aufwertung der Via dil Crucifix, insbesondere der wegbegleitenden Trockenmauern. Die unter einer Erdschicht versteckte Pflästerung wurde freigelegt.

Von Sumvitg/Fontauna Sut führt ein alter Fussweg am zuerst gerade in südlicher Richtung dann S-förmig weiter und unter der Bahnlinie durch bis in den Ebene von Surrein. In der Zeit vor dem Strassenbau und Autoverkehr diente der Weg als Hauptverbindung zwischen den beiden Orten. Es war der Schulweg, auf ihm verkehrten die Bewohner der beiden Ortsteile für allerlei Geschäfte und vor dem Kirchenbau von 1786 in Surrein, diente der Weg auch dem Kirchgang, der Taufe und selbst die Toten wurden da hinauf getragen.

Die Trockenmauern am Rand des Hohlwegs wurden mit der Zeit überwuchert, ein Teil davon zerfiel. Lokale Initianten haben eine Projekt lanciert, um die alten Mauern wieder Instand zu stellen und die teilweise verdeckte Pflästerung frei zu legen. Mitte April 2011 begann eine Gruppe von Bewohnerinnen und Bewohnern der Gemeinde, zuerst im Rahmen eines Trockenmauer-Baukurses mit der Restaurierung der Mauern. Die Arbeiten wurden in vielen Einsätzen mit verschiedenen Gruppen aus Sumvitg und aus anderen Gemeinden der Surselva fortgesetzt und im Früjahr 2014 abgeschlossen. Am 12. Juli 2014 wird die restaurierte Via dil Crucifix eingeweiht.

Reactivau la Via dil Crucifix

Onns alla liunga ha la Via dil Crucifix surviu sco colligiaziun da Sumvitg e Surrein. Suenter la construcziun dallas vias cantunalas ha ella piars sia funcziun.

Da Hans Huonder / anr

Singuls tschancuns da quella via da muntada culturala e historica ein schizun vegni nezegiai sco deponia da zerclem e crappa. Autras parts dalla via ein carschidas en, ils mirs ein i per part en decadenza. Per salvar la via e dar ad ella ina nova funcziun sco senda turistica ni per ina spassegiada ha Peter Egloff lantschau avon rodund otg onns il project da reparaziun e sanaziun. Cun sustegn finanzial da pliras varts e cun bia lavur cumina da persunas singulas, gruppas ed uniuns eis ei reussiu da realisar il project. Ussa sepresenta la Via dil Crucifix en in niev vestgiu. Il manteniment e la reconstrucziun dils mirs schetgs e dalla sulada ein il garant ch’ella ademplescha sia funcziun aunc biars onns e decennis. Miez fenadur vegn la sanaziun festivada e la via vegn benedida.

  • Quelle: La Quotidiana
  • Datum: 25.06.2014, 00:00 Uhr
  • Webcode: 3127041

Finanziell unterstützt wird das Vorhaben durch das Amt für Natur und Umwelt Graubünden, die Gemeinde Sumvitg, die Donaziun Greina, Sumvitg Turissem, die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz und massgeblich durch den Fonds Landschaft Schweiz (www.fls-fsp.ch)


Trockenmauerbau Abschluss im trockenen, schönen November 2011


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Holzwirtschaft in Graubünden II

Am 15.12.2010 hat das Holzsägewerk jetzt Konkurs angemeldet (vgl. Artikel vom August). Laut NZZ vom 12.11.2010 hatte die Bündner Regierung ein Hilfspaket von 39.1 Millionen Franken in Erwägung gezogen.  Was wäre, wenn ein solches Hilfspaket kleineren lokalen Betrieben zugute käme? Ist Holz nichts wert?

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Im Herbstwald

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Gendersensible Regionalentwicklung – Genderorientierte Regionalpolitik

Am 1. September fand im Rahmen des Forschungsmarktes von Regiosuisse ein Thementisch „Gendersensible Regionalentwicklung“ statt. Der Erfahrungshintergrund der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war sehr unterschiedlich, von der Regionalmanagerin, die sich bis jetzt kaum mit dem Thema beschäftigt hat, bis zur österreichischen Fachfrau, die sich in Wien mit Gender-Budgeting, einer Prüfung aller Budgedposten hinschichtlich der Auswirkungen auf die geschlechterspezifischen Lebensbedingungen, beschäftigt. Ich möchte die Diskussion zum Anlass nehmen das Thema auf den Blog zu setzen
– Diskussionbeiträge sind sehr willkommen!

Die Regionalpolitik ist ein Politikbereich, der nicht explizit auf die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern zielt, jedoch mit ihren Massnahmen, sei es bei der Infrastruktur- oder Unter­neh­mensförderung, wichtige Auswirklungen auf die Geschlechterverhältnisse hat. Gleichstellung ist bis jetzt kaum ein Thema im Zusammen­hang der schweizerischen Regionalpolitik. Dies, trotz der neuen Ausrichtung der Regionalpolitik im Rahmen der „Neuen Regionalpolitik“ (NRP) seit 2008 mit einem starken Fokus auf der optimalen Ausschöpfung von lokalen Ressourcen, insbesondere von Human­ressourcen, und der Tatsache, dass in den umliegenden Ländern der EU Gleichstellungs­massnahmen im Sinn des Gender Mainstreaming im Zusammenhang von Regionalentwicklungsprojekten seit gut einer Dekade Pflicht sind.

Seit dem 1. Januar 2008 ist das Bundesgesetz über Regionalpolitik vom 6. Oktober 2006 in Kraft. „Dieses Gesetz soll die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Regionen stärken und deren Wertschöpfung erhöhen und so zur Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen in den Regionen, zur Erhaltung einer dezentralen Besiedlung und zum Abbau regionaler Disparitäten beitragen.“ (vgl. BRP, Art. 1). Mit diesem Gesetz möchte man das unternehmerische Denken und Handeln in den Regionen sowie die Innovationsfähigkeit fördern und dafür möglichst alle regionalen Potenziale ausschöpfen. Nicht mehr Infrastrukturförderung sondern die Humanressourcen stehen im Vordergrund.

Das wirtschaftliche Umfeld hat sich verändert. Der Agrarsektor hat von der direkten wirtschaftlichen Wertschöpfung her gesehen weiter an Bedeutung verloren. Bergbauernfamilien sind in erster Linie zu Landschaftspflegern geworden. Viele Kleingewerbe gibt es nicht mehr, ihre Dienste werden nicht mehr nachgefragt, oder Kleinbetriebe wurden und werden von grösseren geschluckt. Die öffentliche Hand mit den bisher gut abgesicherten Arbeitsplätzen zieht sich zurück. Sowohl der Tourismus als auch die Industrielle Fertigung stehen in globaler Konkurrenz. Bestehen kann, wer Masse bringt oder die Nische findet. Die Mobilität von Menschen und Informationen ist entscheidend grösser geworden.

In diesem Zusammenhang gäbe es gute Gründe den unterschiedlichen Lebenszusammenhängen von Frauen und Männern mehr Rechnung zu tragen – ohne dabei zu vergessen, dass es sehr unterschiedliche Lebenslagen, Erfahrungen und Bedürfnisse von verschiedenen Männern und Frauen gibt:

  • Bei einer Regionalpolitik, die – implizit – einseitig auf die Erwerbstätigkeit von Männern ausgerichtet ist, werden wichtige Potenziale nicht genutzt, dies verursacht gesellschaftliche Kosten.
  • In vielen der NRP-Umsetzungsprogramme wird die soziale Nachhaltigkeit gegenüber der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit nur marginal angesteuert. Ist Nachhaltigkeit ohne den sozialen Aspekt nachhaltig?
  • Mit der höheren beruflichen Qualifikation von Frauen und den zum Teil dramatischen demographischen Entwicklungen verändern sich auch Geschlechter- und Generationenverträge. Wissen wir wie sie sich verändern?
  • Nachdem in der EU 1999 mit den Amsterdamer Verträgen in der Regional­politik „Gender Mainstreaming“ zum handlungsleitenden Prinzip wurde, gibt es in Nachbarländern mehr als 10 Jahre Praxiserfahrung, die für den schweizerischen Kontext zu nutzen wäre.

Wichtig sind lokale Initiativen, aber auch die Unterstützung von oben. Die Erfahrung in Oesterreich hat gezeigt, wie entscheidend es war, auf die Projektförderbedingungen aus Brüssel zu verweisen. In diesem Sinn gilt es, am Thema dranzubleiben.

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Hirt und Herde – Alp Naustgel

Bis 1983 betrieben die Bauernfamilien aus Surrein und Sumvitg eine sehr traditionelle Alpwirtschaft auf Alp Naustgel in der Val Sumvitg. Die Kühe wurden im Freien gemolken, der Käse über dem offenen Feuer in einer aus rohen Runholzbalken gebauten Hütte hergestellt. Von Zeit zu Zeit wurde die Hütte abgebaut und an einer anderen Stelle wieder aufgestellt. So konnte der Ueberdüngung des Stafelplatzes entgegegen gewirkt werden. Bis 1989 käste hier der Senn Pauli Degonda aus Surrein.

Das ist Naustgel heute.

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Frauenarbeit im Alpenrraum … ist verantwortlich für vieles, was im Alltag funktioniert.

Auf diesem Blog wird viel von Frauenarbeit die Rede sein. Die Beachtung für das, was von Frauen geleistet wird, um auch kleinere Gemeinden als attraktive Wohnorte zu erhalten, ist nichts im Verhältnis zur Bedeutung dieser Arbeit. Das gilt in Bezug auf politisches Gehör und Rechte, aber auch finanzielle Mittel. Ich habe die soziale Infrastruktur von Dörfern zusammenkrachen sehen, in dem Moment, als auch Frauen sich entschieden haben, wegzuziehen. Da nützten millionenschwere Hochwasserdämme und Meliorationsstrassen wenig, um das Land als Lebensraum für Menschen zu sichern, es wurde öde.

Grundsätzlich ist kaum erforscht, was es denn ausmacht, dass ein Ort ein attraktiver Wohn-, oder auch Touristenort ist. „Lokale Wertschöpfung“ ist ein aktuelles Zauberwort. Doch was ist lokale Wertschöpfung wirklich, nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch und sozial? 

Coiffure Vicki, Tavanasa

Coiffure Vicki, Tavanasa

Es gilt:
hinschauen, nachfragen, Informationen austauschen.

Unter Projekte / Frauenarbeit im Alpenraum möchte ich einen Datenbank zu Events, Links und Literatur aufbauen. 

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Holzwirtschaft in Graubünden

An einem Sommertag im August… Ab halb acht Uhr morgens holt ein Helikopter Baumstämme zum Holzerplatz.  Ob das Holz schliesslich beim nicht allzufernen Mayr-Melnhof Swiss Timber Sägewerk im Domat/Ems endet, haben wir in diesem Fall nicht recherchiert. Die grösste Sägerei der Schweiz ist in österreichischem Besitz. Weitere Sägewerke hat die Firma in Oesterreich, der Tschechischen Republik und in Russland. Die Ansiedlung des 2007 eröffneten Werks wurde vom Kanton Graubünden mit 7.5 Mio. Investitionshilfe und 10 Mio. Franken Steuererleichterungen unterstützt. Jetzt gibt es Schwierigkeiten, im Kanton die zur Auslastung nötigen 200’000 Kubikmeter Rundholz zu beschaffen – zu Konditionen, die für die Firma und für die Forstbetriebe interessant sind. Im Mai dieses Jahres erklärte das Unternehmen, es wolle die Rohstoffbeschaffung auf die ganze Schweiz ausdehnen.
Nach der ursprünglichen Planung sollten bis 2008 sogar 600’000 Kubikmeter Einschlagvolumen verarbeitet werden. „Hier zeigt sich, dass die Versorgung von Werken in dieser Grössenordnung mit entsprechenden Holzmengen beziehungsweise -sortimenten Schwierigkeiten bereiten kann.“ (vgl. Biogasanalyse Eawag, p.23).  Eben diese Kapazitäten bestätigt auch das Amt für Wald Graubünden. 50’000 Kubikmeter können zusätzlich von den 7 mittleren und mehrere Klein- und Kleinstsägereien verarbeitet werden. Gemäss den Angaben des Amtes verarbeitet Swiss Timber nur Fichte, Tanne und wenig Föhre, generell nur Stämme bis 55 cm Durchmesser. So bleiben Föhren, Buchen, Arven, Lärchen, und die Stämme über 55cm, deren Anteil „in den überalterten Bündner Wäldern beträchtlich“ ist, sowie alles andere, was bezüglich Astigkeit, Abholzigkeit, Krümmung, Buchs, Drehwuchs, Harzgalle, Insektenbefall, Jahrringbreite, Ringschäle, Rissen, Verfärbung, Fäule und Brandigkeit nicht passt (s. Uebernahmebestimmungen von Swiss Timber), für die übrige Forst- und Holzwirtschaft. Der aktuelle Hiebsatz im Kanton ist  bei 350’000 Kubikmetern. Das bedeutet weiterhin eine nachteilige Unternutzung der Wälder. Graubünden wächst ein.

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